Qualifizierungen

Fertigungstechnische Herausforderungen in der Medizintechnik - Chancen für mittelständische Hersteller und Zulieferer in einem Wachstumsmarkt

Fachliche Verantwortung: Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung/Lehrstuhl Zerspantechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 15.-16.06.2015 von jeweils 8.00 - 16.30 Uhr Schwerpunkte: Überblick zum Markt medizintechnischer Produkte / Marktzugänge und Markteintrittsbarrieren

Hintergrund, Qualifizierungsziele, Zielgruppe

Neuartige Werkstoffe und Verfahren haben in den letzten Jahren die Machbarkeitsgrenzen in der Fertigung medizintechnischer Produkte erheblich erweitert. Stichworte dafür sind z.B. „Einsatz flexibler Materialien“ (die sich dem menschlichen Körper anpassen), „Bioimplantate“ (Knorpel- und Gefäße) und der „3D-Druck“ (z.B. Prothesen). „Miniaturisierung“, "Biologisierung", „Computerisierung“ und „Personalisierung“ sind weitere Stichworte, die die Medizintechnik als einen globalen Wachstumsmarkt kennzeichnen. Dabei stellt er sich als ein hochkomplexes Technologiefeld dar, das u.a. durch eine hohe Technologieintensität, Interdisziplinarität, Regulierung und durch einen starken Wettbewerb gekennzeichnet ist.

Aber: Wo ist hier ein Platz für ein mittelständisches Unternehmen aus Sachsen-Anhalt, um an diesen Entwicklungen teilhaben und Geld verdienen zu können?

Das IFQ / Lehrstuhl für Zerspantechnik möchte mit der zweitägigen Veranstaltung insbesondere denjenigen KMU ein Forum geben, die in diesem Markt Chancen spüren, sich als Fertiger und Dienstleister oder gar als Hersteller zu etablieren. Ein Ansatzpunkt dafür ist die Entwicklung von Werkstoffkompetenz, die der Hersteller der medizintechnischen Produkte vom KMU voraussetzt. Die Werkstoffe sind in den meisten Fällen „Hightech“, welche ganz bestimmten Eigenschaften genügen müssen. Angefangen von Bioverträglichkeit bis hin zu gesteigerten mechanischen Anforderungen oder Korrosions- und Abriebbeständigkeit, wenn sie z.B. als Implantate zum Einsatz kommen. Als metallische Werkstoffe können hier beispielhaft Titan, Kobalt-Chrom und korrosionsbeständige Stähle genannt werden. Aber auch keramische Werkstoffe wie Zirkonoxid oder Kunststoffe wie Polyethylen spielen in der Medizintechnik eine große Rolle.

Neben „Werkstoffkompetenz“ soll das Forum interessierten KMU dazu dienen, die bei den Herstellern (d.h. den Kunden des KMU) nachgefragte und gut honorierte Fertigungskompetenz aufzubauen, beginnend mit den Potenzialen der generativen Verfahren, über die Mikrobearbeitung bis zum Finishing. Das geschieht an beiden Tagen interdisziplinär durch das eigens zusammengestellte Expertenteam, das sehr kompakt und auf dem Stand des technischen Wissens den teilnehmenden KMU „Brücken“ in die Welt der Medizintechnik zu bauen hilft. Zielgruppe sind Ingenieure/innen und Techniker/innen, v.a. aus Entwicklung, Konstruktion und Fertigung, aber auch Einkauf. Das Angebot gilt auch für diejenigen KMU, die den Markt der Medizintechnik bisher noch nicht im Blick haben, aber für neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren - überhaupt für technische Innovationen - aufgeschlossen sind.

Schwerpunkte:

- Überblick zum Markt medizintechnischer Produkte / Marktzugänge und Markteintrittsbarrieren;
Bereiche der Medizintechnik, Betätigungsfelder, Möglichkeiten für KMU;
Wo vollziehen sich Entwicklungen, die eine Chance für Hersteller und Zulieferer (KMU) darstellen?  

- Technologische Anforderungen an die Hersteller und Zulieferer medizintechnischer Produkte (Präzision der Teile, Mikrobearbeitung, Oberflächenqualität, Hochleistungswerkstoffe und flexible Materialien, Hochleistungswerkzeuge, neuartige Herstellungsverfahren, Mess- und Prüfverfahren etc.);
Technische Anforderungen – Welche Erwartungen werden an medizintechnische Produkte gestellt?

- Möglichkeiten und Grenzen der generative Fertigung (sog. 3D-Druck) von komplexen Bauteilen sowohl im Kunststoff als auch mit metallischen Werkstoffen – Erweiterung bisheriger Machbarkeitsgrenzen in der Fertigung; u.a. SLM-Verfahren (Selective Laser Melting)

- Präzisionszerspanung: Zerspanung von hochharten Legierungen wie Kobalt - Chrom zur Implantat-Herstellung sowie Bearbeitung weiterer innovativer Werkstoffe (Metalle und Hochleistungskeramik), u.a. durch ultraschallunterstütztes Fräsen, Drehen, Bohren und Schleifen; Möglichkeiten des Dreh/Fräsens (eine Aufspannung); Möglichkeiten zur Entwicklung von Zerspan-Simulationen;
Forschungsschwerpunkte in der zerspanenden Produktionstechnik am IFQ: Wie weit ist die Entwicklung und wo kann es hingehen?

- Neuartige interdisziplinäre Aufgaben und Herausforderungen in der Medizintechnik am Beispiel der F&E-Zusammenarbeit zwischen Medizinscher Fakultät und Fakultät für Maschinenbau der OVGU

- Rechtliche Zugangshürden für Hersteller und Zulieferer – Welche Voraussetzungen gibt es? Was muss rechtlich beachten werden, um erfolgreich Medizinprodukte herstellen zu können?

Bestandteil des Forums sind zahlreiche praktische Vorführungen an der Technik des Hauses IFQ und der OVGU.

Nicht alle Fragen werden in den 16 Stunden beantwortet werden können. Aber: Das Expertenteam wird den teilnehmenden Unternehmen auch danach als Ansprechpartner gern zur Verfügung stehen.  

Qualifizierungsangebot - Anmeldung

Durchführung der Qualifizierung
15.-16.06.2015
IFQ Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung/Lehrstuhl Zerspantechnik
Gebäude 13 (IKAM-Seminarraum)
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Parkmöglichkeiten auf dem Institutsgelände (Parkplakette im Sekretariat erhältlich!)
Anfahrt und weitere Informationen unter der Homepage: www.ifq.ovgu.de

Anfragen und Anmeldung zum Qualifizierungsmodul
MIDAS, Mitteldeutsches Institut für Daten, Analysen und Strategieentwicklung
Ebendorfer Str. 3, 39108 Magdeburg
Tel./Fax: (0391) 50549441/-49
E-Mail:
office@midas-md.de

Kosten/Förderung
Die Teilnahme von Unternehmen aus Sachsen-Anhalt mit dem Status eines KMU ist kostenfrei. Nähere Infos erhalten Sie über den Projektpartner MIDAS (siehe oben).

fand am 08. Juli 2015 im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen - Anhalt statt.

Die nachfolgend aufgeführten Dokumente stehen Ihnen zur Nachnutzung zur Verfügung.

Wissenstransfermodell

Resümee Analysen

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