Qualifizierungen

Aspekte der Wärmebehandlung und des Beschichtens bei der mechanischen Bearbeitung von Bauteilen

auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 13, IKAM-Seminarraum 22.-23.04.2015 von 8.00 - 16.30 Uhr Schwerpunkte: Aussagen zu Eigenschaften bei ausgewählten Stahlmarken durch Weichglühen, Normalglühen in Abhängigkeit vom Rohteilquerschnitt Erreichbare Eigenschaften durch das Härten bzw. Vergüten bei ausgewählten Eisenwerkstoffen

Hintergrund, Qualifizierungsziele, Zielgruppe

Die Wärmebehandlung hat zum Ziel, Stoffeigenschaften zu ändern (Hauptgruppe 6 der Fertigungsverfahren). Man versteht darunter eine Folge von Fertigungsschritten, in deren Verlauf Werkstücke oder Rohteile ganz oder teilweise Temperatur-Zeit-Folgen unterworfen werden, um eine Änderung des Gefüges und damit seiner Verarbeitungs- und/oder Gebrauchseigenschaften herbeizuführen.

Die Wärmebehandlung ermöglicht eine beträchtliche Werkstoffveredelung und damit eine umfassende Nutzung des den Werkstoffen innewohnenden Potenzials:
- die Werkstoffe werden hinsichtlich ihrer Bearbeitbarkeit für den Einsatz umformender und/oder spanender bzw. fügender Verfahren optimiert,
- die Eigenschaften, z. B. die mechanischen, tribologischen und korrosiven sowie magnetischen und elektrischen, werden optimal an den Verwendungszweck angepasst,
- die Funktionstüchtigkeit, Belastbarkeit und Lebensdauer von Bauteilen werden entscheidend verbessert oder überhaupt erst gewährleistet.

Durch den Einsatz spezieller Beschichtungsverfahren ist es möglich, die erwähnten Eigenschaften um einiges zu erhöhen. Die Qualifizierung bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Wärmebehandlung der gegenwärtig und auch zukünftig wichtigsten Werkstoffgruppe im Maschinen- und Anlagenbau – den Eisenwerkstoffen, also Walz- und Schmiedestähle sowie Eisengusswerkstoffe. Außerdem wird ein kompakter Überblick zu Einsatzgebieten, zu Werkstoffen und zu Verfahren im Beschichten, u.a. PVD- und CVD-Verfahren geboten. Eine Kombination Plasmanitrieren mit nachfolgender PVD-Beschichtung kann eine höhere Beständigkeit gegen abrasiven Verschleiß gewährleisten. Die durch das Plasmanitrieren gehärteten Oberflächen bieten eine hervorragende Stützgrundlage für die nachfolgende PVD-Hartstoffbeschichtung.

Zielgruppe für eine Teilnahme sind Ingenieure/innen und Techniker/innen aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion und Fertigung, aber auch Einkauf aus KMU Sachsen-Anhalts.

Schwerpunkte:
·        Aussagen zu Eigenschaften (Härte, Festigkeit, Zähigkeit) bei ausgewählten Stahlmarken durch
        Weichglühen, Normalglühen in Abhängigkeit vom Rohteilquerschnitt;
·        Erreichbare Eigenschaften durch das Härten bzw. Vergüten bei ausgewählten Eisenwerkstoffen;
·        Nutzung der Zeit-Temperatur-Umwandlungs-Diagramme für entsprechende Eigenschaftsprofile;
·        Kurze Übersicht über die thermochemischen Verfahrensgruppe Einsatzhärten (Aufkohlen + Härten +
        Anlassen), Nitrieren, Carbonitrieren und Nitrocarbonitrieren;
·        Verfahrensdurchführung und –besonderheiten;
·        Erreichbare Eigenschaften im Rand- und Kernbereich von Bauteilen;
·        Wichtige Zeichnungs-, Fertigungsangaben zur Sicherung der Werkstoffqualität wie
         Kohlenstoffeindringtiefe, Einsatzhärtigstiefe, Nitrierhärtetiefe und deren Tolerierung

Die Hartstoffbeschichtung hat die Oberflächenveredelung von Werkstoffen zur Verbesserung von Eigenschaften und zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten zum Ziel (Hauptgruppe 5 der Fertigungsverfahren). Hartstoffschichten, hergestellt mit PVD- oder CVD-Verfahren, haben sich z.B. erfolgreich als Verschleißschutz auf Werkzeugen etabliert. Vor allem haben die Produktivität und die Standwege von Zerspanungswerkzeugen lassen sich durch diese nur wenige Mikrometer dicken Schichten deutlich erhöhen. Begonnen hat die Entwicklung vor etwas 35 Jahren mit der "klassischen" kompakten Dünnschicht Titannitrit (TiN). Seit 2002 verdoppelt sich die Anzahl der verwendeten Schichten in ca. 4 Jahren. Mehr als 140 Schichttypen sind heute verfügbar, wobei der Entwicklungstrend durch die Kombinatorik verschiedener Schichtmaterialien und Schichtaufbauten anhalten wird. Die derzeit wichtigsten Hartstoffschichten sind:
- Schichtmaterialien: Ti-, C-, Cr-, Zr-, W-, V-, Mo-, Al-, Si-basierte Schichten (mit anderen Elementen als Zusatz), als Nitride, Karbide und Oxide, DLC-Schichten;
- Schichtaufbauten: Monolayer-, Multilayer-, Gradient-, Nanolayer-, Nanocomposite-, Triple-Schicht u.a.;

Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie können mit diesem Angebot die Möglichkeiten und Herausforderungen der Hartstoffbeschichtung für die eigene Fertigung analysieren. Die Weiterbildungsveranstaltung gibt hierfür Anregungen und Hilfestellungen.

Schwerpunkte:
·        Grundlagen der Hartstoffbeschichtung als Verschleißschutz;
·        Beschichtungszentrum mit Entschichtung, Vor- und Nachbereitung;
·        Grundaufbau von Vakuum-Beschichtungsanlagen;
·        Vergleich PVD- und CVD-Beschichtungsverfahren;
·        Herstellungsbeispiele und Entwicklungstrends der Hartstoffbeschichtung;
·        Bewertung von Hartstoffschichten, Messverfahren;
·        Grundfrage: Externe Lohnbeschichtung oder eigene „Integrierte Beschichtung“?

Qualifizierungsangebot - Anmeldung

Durchführung der Qualifizierung
22.04.-23.04.2015 
IFQ Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung/Lehrstuhl Zerspantechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Campus OVGU
Gebäude 13, IKAM-Seminarraum
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Parkmöglichkeiten auf dem Institutsgelände (Parkplakette im Sekretariat erhältlich)
Anfahrt und weitere Informationen unter der Homepage
Homepage: www.ifq.ovgu.de

Anfragen und Anmeldung zum Qualifizierungsmodul
MIDAS, Mitteldeutsches Institut für Daten, Analysen und Strategieentwicklung
Ebendorfer Straße 3, 39108 Magdeburg
Tel./Fax: (0391) 50549441/-49
E-Mail: office@midas-md.de

Kosten/Förderung
Die Teilnahme von Unternehmen aus Sachsen-Anhalt mit dem Status eines KMU ist kostenfrei. Nähere Infos erhalten Sie über den Projektpartner MIDAS (siehe oben).

 

fand am 08. Juli 2015 im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen - Anhalt statt.

Die nachfolgend aufgeführten Dokumente stehen Ihnen zur Nachnutzung zur Verfügung.

Wissenstransfermodell

Resümee Analysen

Leitfaden...

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fand am 08. Juli 2015 im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen - Anhalt statt.

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